Fallenschein – Jagen in neuer Dimension

Fallenschein

Jagd und Fangjagd – eine Einführung

Ansitzen auf der Jagd, der Schuss ist gefallen – die Schweisshunde schlagen auf eine Schweißspur an? Nein – die Jagd hat nicht immer mit hollywoodähnlichen Effekten und Umständen aufzuwarten. Um diese geht es natürlich auch nicht. Die Jagd dient der Wildpflege, der Gesundheit von Flora und Fauna – und sie hat ein konkretes Ziel: das Erlegen eines Tieres mehr aus waidmännischen, denn sportlichen Gesichtspunkten.

Genau diesem Ziel dient die Fangjagd, sowohl mit Lebendfang- als auch mit Totfang-Fallen. Fangjagd ist Bestandswildpflege mit dem Ziel natürliche Feinde des gehaltenen Niederwilds durch Bestandspflege von diesem fernzuhalten, um das natürliche Gleichgewicht im Wald zu wahren. Raubwild ist in der Rege nachtaktiv und kann daher am Tag nur schwer ausgemacht und erlegt werden. In diesen Fällen bewährt sich seit jeher die Fangjagd – sowohl mit Totfang- als auch Lebendfang- Fallen.

Was ist der Fallenschein?

Der Fallenschein ist nichts anderes, als das waidmännische Dokument, das jeder Jagdberechtigte besitzen muss um die Fangjagd im Sinne des Bundesjagdgesetzes ausüben zu dürfen. Denn Fangjagd ist Jagd – und untersteht damit den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften.

In den von unseren Partnern angebotenen Kursen und Schulungen erlernen Sie neben den jagdrechtlichen Grundlagen, den Umgang mit dem entsprechenden Jagdgerät, die Abwägung und das Nachbereiten des richtigen Fangplatzes, den richtigen Abtransport von in Lebendfagfallen gefangenem Wild, sowie zahlreiche andere interessante Fähigkeiten und Kenntnisse, die Sie in der Fangjagd weiterbringen.

Wofür benötige ich den Fallenschein?

Sie benötigen den Fallenschein, um unter Berücksichtigung der entsprechenden Landesgesetzgebung die Fangjagd im deutschen Bundesgebiet und den Bundesländern ausüben zu dürfen. Nur ein zugelassener Jäger mit Jagdschein und Fallenschein ist in Deutschland zur Fangjagd berechtigt. Nur unbedeutende Hilfsdienste, wie den Leertransport von Fallen oder die Kontrolle des Fanggeräts dürfen mit Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten von anderen Personen wahrgenommen und durchgeführt werden.

Gefangen darf und soll entsprechendes Raubwild (Dachs, Marder, Fuchs) in Niederwildrevieren werden – bei Totfangfallen ist aber darauf zu achten, dass sie mit Sicherheit nur Raubwild erlegen, das gerade Saison hat. Hier gilt es die unterschiedlichen Abschußzeiten für Raubwild zu beachten. Zudem dürfen Fallen grundsätzlich nur so aufgestellt werden, dass sie weder Menschen noch Haustiere gefährden – auf eine entsprechende Distanz zu Wanderwegen und Wohngebieten ist also immer zu achten. Um Haustiere und Menschen – etwa Spaziergänger – nicht zu gefährden dürfen Totfangfallen nur in Fanggärten mit Fangbunkern ausgestellt werden, und sollten zudem zur weiteren Absicherung mit entsprechenden Hinweisen (Vorsicht Falle! Verletzungsgefahr!) ausgeschildert sein.

Auch im Einsatz von Lebendfallen gilt es die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten – die Fallen müssen derart verblendet sein, dass sich weder geschützte Greifvögel darin verfangen können, noch das Wild eine zu starke Sicht nach außen hat. Weiters müssen Lebendfangfallen so konstruiert sein, dass von der Falle keine Verletzungsgefahr für gefangenes Wild ausgeht. Achten Sie weiters darauf, dass ausschließlich jenes Wild in der Falle gefangen werden kann, für das diese ausgelegt ist! Hermelinfallen zb benötigen ein eigenes Schlupfloch für Mauswiesel, durch das dieses im Falle eines unbeabsichtigten Fangs entkommen kann.

Wo kann ich einen Lehrgang besuchen und welche Ausbildung muss ich mitbringen?

Den Fallenschein können Sie bei allen von uns gelisteten Ausbildungspartnern nach Teilnahme an einem der angebotenen Kurse oder Lehrgänge erwerben. Bei Fragen und Unklarheiten kontaktieren Sie bitte uns oder erkundigen Sie sich bei ihrem nächstgelegenen Jagdausstatter. Zur Teilnahme an einem entsprechenden Lehrgang ist in der Regel der Besitz einer gültigen Jagdkarte eine unablässige Voraussetzung.

Jetzt die besten Anbieter finden!

Suchen und finden Sie den für Sie optimalen Ausbildungspartner und einen entsprechenden Lehrgang noch heute. Wählen Sie hierzu aus unserem Register einen der folgenden Partner:

  • Deutscher Jagdverband
  • Natur- & Jagdschule Schloss Lüdersburg
  • Jagdschule Isaria
  • Jagdschule Schrag
  • Schönebecker Jagdschule
  • Jagdschule Dr. Spahmann
  • Jagdschule Münsterland
  • Jagdzentrum Oberfranken
  • Jagdkurs Segeberg
  • Jagdschule Weck

In welchen Bundesländern wird die Ausbildung angeboten?

Der Schein selbst kann im ganzen Bundesgebiet gemacht werden. bitte beachten Sie hierzu auch immer die jeweilige Landesgesetzgebung.

Liste der Bundesländer:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Aber natürlich werden auch in Österreich und der Schweiz Kurse im Stellen von Fallen angeboten!