Gibt es vielleicht ein Küchenverbot für Jäger?

Unter Deutschlands Spitzenköchen gibt es viele passionierten Jäger, die mit viel Engagement dem Waidwerk nachgehen und Pflege und Hege betreiben. In ihren Küchen wird erlegtes Wild als Gaumenschmaus für die Gäste zubereitet und serviert.

Wildkochkurs

Die Mehrzahl der Jäger liefert das Wild in der Decke an den Wildhandel, gibt es in der Küche ab oder zerwirkt es und bereitet es küchenfertig vor für die Tiefkühlung. Mit der Zubereitung eines Wildbratens am eigenen Herd hat der Jäger in den meisten Fällen nichts am jagdgrünen Hut.

Was dem Jäger dabei alles entgeht, wird ihm erst bewusst, wenn er als Jagdgast bei seinem besten Freund ist, dort in der Küche steht und dem Gastgeber bei der Zubereitung einer Rehkeule über die Schulter schauen kann. Wenn der Knochen aus der Keule gelöst wird und alles fein säuberlich pariert wird. Und wie das duftet, wenn die mit Küchengarn in Form gebrachte Keule mit Pfeffer und Salz eingerieben von allen Seiten angebraten wird und eine wunderbar Farbe nimmt. Inzwischen ist der Backofen auf 100 °C vorgeheizt und im Bräter mit Butterschmalz das Gemüsebett für die Rehkeule bereit. Die beiden Rotweinflaschen sind ihm schon lange aufgefallen, jetzt werden sie geöffnet, die eine gibt ihren Inhalt in den Bräter mit der anderen füllt der Gastgeber zwei klassische Rotweingläser. Dann kommt noch der Deckel auf den Bräter und das Ganze wird fachgerecht in den Ofen geschoben.

Darauf kommt vom Gastgeber das „Prost“ und „Waidmannsheil“, lachend reicht er die Gläser. Etwa 3,5 bis 4,5 Stunden wird die Rehkeule garen, dabei immer wieder mit dem Bratenfond übergossen. Ist an der dicksten Stelle der Rehkeule in der Mitte eine Kerntemperatur von 60 °C erreicht, dann ist der Braten gegart.Wildkochkurs

In fröhlicher Runde wird am Abend der Rehbraten verspeist. Es wird viel erzählt und gelacht. Etwas nachdenklich ist der Jagdgast, dass sein bester Freund auch in der Küche seinen Mann steht, hat er nicht gewusst und eigentlich ist es doch gar nicht … Ein Cognacschwenker wird ihm entgegengehalten und reißt ihn aus seinen Gedanken.

Warum Jäger nicht oder nur selten aktiv in der Küche ihr erlegtes Wild zubereiten, weiß vielleicht Diana, die Göttin der Jagd. Erfreulich ist die Tatsache, dass bundesweit und im benachbarten Ausland immer mehr Kochkurse für Wildgerichte von professionellen Köchen angeboten und von der männlichen Jägerschaft auch angenommen werden.

Wildkochkurs – Feinheiten der Wildzubereitung erfahren und Rezepte ausprobieren

Jäger sind bei einem Kochkurs mit Wildgerichten im Vorteil. Sie wissen, wo welches Fleischstück seinen Platz im Wildkörper hat, welche Farbschattierung frisches oder abgehangenes Wildfleisch hat. Ein Jäger weiß auch, für welche Zubereitung ein Fleischstück vom Wild geeignet ist und von welchem Wildtier es stammt. Allein aus diesem Grund würde es sich lohnen, einen Wildkochkurs als Jäger zu buchen. Aber es gibt noch mehr gute Gründe. Die eigene Familie oder ein Freundeskreis sind sicher ganz aus dem Häuschen, wenn sie von ihnen als Jäger zum selbst zubereiteten Wildessen eingeladen werden.

Wo und wann können Sie sich über einen Wildkochkurs informieren und anmelden?

Wildkochkurse werden in allen Bundesländern veranstaltet und mit viel Erfolg durchgeführt. Anbieter für Kochkurse werden für Sie auch bei Wildmaster mit allen notwendigen Informationen vorgestellt.

Als Beispiel folgen Sie bitte dem Eintrag: Ein Wildkochkurs auf Sylt im Dorint Söl‘ring Hof.

Die Kosten für das Gourmet-Kochvergnügen sind überschaubar

Die Kosten für einen Wildkochkurs lassen sich nicht pauschalieren. Es kommt immer auf den Veranstalter, auf die Kursdauer und den Kursinhalt an. Die angebotenen Kurse beginnen preislich bei etwa € 75,00 und enden bei etwa € 350,00. Angeboten werden Tageskurse, Vormittags- und Abendkurse. Die Kurse werden deutschlandweit und auch im angrenzenden Ausland, Tirol, Salzburger Land, in der Schweiz und in Südtirol veranstaltet.

Informationen zu Wildkochkursen finden Sie ganz einfach im Branchenbuch von Wildmaster.